Projektinfo

lifeCO2 - Nachhaltiger CO2-Ausgleich für  JEDERMANN!

 

 

lifeCO2 arbeitet mit einem Projektpartner zusammen, der Aufforstungen in Uganda vornimmt. Die Aufforstungen erfolgen in der Region der Rwenzori Mountains, im Distrikt Kasese im Westen Ugandas. Die Aufforstungen werden in Zusammenarbeit mit der dortigen Diözese durchgeführt, welche einen vertrauensvollen und langfristigen Partner darstellt, der eine möglichst lange Laufzeit der Aufforstungsflächen bei ständiger Kontrolle gewährt.

 

Kasese ist ein Distrikt in Zentral-Uganda mit etwa 600.000 Einwohnern. Wie fast alle insgesamt 78 Distrikte von Uganda ist er nach seinem Hauptort benannt.

Wichtigster Wirtschaftszweig des Kasese-Distrikts ist die Landwirtschaft, von der über 85 % der Bevölkerung leben. Mit dem Mount Stanley / Margherita Peak liegt hier die dritthöchste Erhebung Afrikas. Der Distrikt Kasese liegt am Äquator und nimmt eine Fläche von 2.724 km² ein, wovon 885 km² zum Queen-Elizabeth-Nationalpark und 652 km² zum Rwenzori Mountains National Park gehören. Der Distrikt hat Anteil am Eduardsee und Georgsee und grenzt im Westen an die Demokratische Republik Kongo.

Die von etwa 70.000 Einwohner bevölkerte Hauptstadt des Distrikts ist die gleichnamige Stadt Kasese. Der Ort liegt am Ostrand des Rwenzori-Gebirges und am Nordwestrand des Queen-Elizabeth-Nationalparks. Bis Ende der 1970er Jahre war der Kupfer-Abbau bedeutend bzw. prägend. Die Kilembe Mines etwa 7 Kilometer von Kasese entfernt, waren der Grund für die Besiedlung und Stadtgründung in dieser Region. Die Gründung erfolgte 1950. Der Kupferabbau und die dafür errichtete Bahnverbindung nach Kampala (die Hauptstadt von Uganda) die neben dem Kupfer auch den Abtransport von anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen wie zum Beispiel Baumwolle ermöglichte, führten zu dieser rasanten Entwicklung wie sie die Stadt Kasese erlebte. 1972 erlangte diese Region den Status eines Distriktes, wobei Kasese als Namensgeber und Hauptstadt des Distrikts gewählt wurde. 1989 wurde mit der Ordination von Bischoff Egidio die Diözese Kasese gegründet. Hauptgrund für die Errichtung dieser Diözese war zum einen das große Bevölkerungswachstum und zum anderen der Stamm der Bakonzo, der in der Region Kasese beheimatet ist.

Im Anschluss wird die Diözese Kasese näher beschrieben, da sie als Projektpartner vor Ort verantwortlich sowohl für die Umsetzung der Aufforstungsmaßnahmen als auch die Pflege der aufgeforsteten Flächen ist.

 

Von 1997 bis 2002 flammte um Kasese der Kampf der Rebellen der „Allied Democratic Forces“ wieder auf, wodurch einige Tausend Bewohner umliegender Orte vertrieben wurden. Zusätzlich wurden Folgen des Genozids der Husti gegenüber den Tutsi im benachbarten Rwanda in der Region Kasese durch einen großen Flüchtlingsstrom negativ bemerkbar. Diese Entwicklungen führten zu einer rasanten Bevölkerungszunahme in der Stadt Kasese, da in dieser unruhigen Zeit die Stadt als einziger sicherer „Hafen“ gegolten hat. Seit 2002 entwickelt sich Kasese relativ vorbildlich und vor allem friedlich.

Nach der Flutkatastrophe vom September 2007 im Norden Ugandas, kam dem Kasese-Distrikt mit seinen Mais-Überschüssen die Rolle des nationalen Versorgers zu. Privatleute und Hilfsorganisationen konnten sich in Kasese mit Mais zum Binnentarif eindecken.

Das Klima auf dem im Durchschnitt 1000 bis 1500 Meter hoch bewohnten Abschnitt des Distrikts ist durch zwei Regenzeiten, von März bis Mai und von August bis November geprägt. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 23 und 30ºC. Das bis zu 5000 Meter hohe Rwenzori Gebirge (der Name Rwenzori bedeutet Nebelberge ) drückt bereits die Eigenheit dieses Gebirges aus. Es ist nicht nur der Wasserspeicher bzw. -produzent der Region Kasese. Die gewaltigen Regenmassen in den Rwenzori Bergen stellen einen Großteil der Wassermenge dar die sich zum Weißen Nil vereinen und zusammen mit dem blauen Nil aus Äthiopien, vereint im in aller Welt bekanntem Nil bis zur Deltamündung in Ägypten ins Mittelmeer fließen.

Durch Abholzungen des an den Hängen des Rwenzori Gebirge befindlichen Waldes hat sich dieser Abfluss des Regenwasser laut Aussage der Einheimischen Bevölkerung bereits verringert und das lokale Mikroklima verändert. Der Regen fällt ungleichmäßiger und in der Menge geringer als vor den großen Abholzungen, die vor allem unter Zeit von Idi Amin vorangetrieben wurden.

Durch die besondere Stellung der Region Rwenzori auch für die überregionale Wasserversorgung ist die Erhaltung des Wasserhaushaltes durch Aufforstungsmaßnahmen in diesem Bereich von großer Bedeutung. Der Projektpartner vor Ort mit dem bereits seit 4 Jahren ein Schulprojekt verwirklicht wird und somit bereits großes gegenseitiges Vertrauen aufgebaut wurde stellt für die Umsetzung dieser Maßnahmen einen zentralen Punkt dar.

  Bei diesem Projekt werden die drei grundsätzlichen Aspekte der Nachhaltigkeit,         soziokulturelle, ökonomische und ökologische Aspekte berücksichtigt, sowie eine möglichst lange Laufzeit der Projekte bei optimaler Flächennutzung gewährleistet. Unser Projektpartner ermöglicht durch enge Kontakt in die Region Kontrolle in allen Phasen.